Auf dünnem Eis

Theaterstück u. a. nach Motiven aus „Der Ritt über den Bodensee“ von Peter Handke

Aufführungstermine: 24.01.2026, 31.01., 07.02., 28.02.2026 jeweils um 20:00 Uhr.


Premiere:
Regie: Prof. Janusz Cichocki
Assistenz:
Darsteller: Jonathan Baumann,
Hans Brettschneider, Tracy Durumba, Chantal Frischmann, Carsten Holzenkamp, Anna Kobek,
Ramona Rohrer, Linda Schwarzer
Technik:
Künstlerische Leitung: Prof. Dr. Janina Szarek-Münzberg
Ort: TEATR Studio

Das Projekt basiert auf dem Stück „Der Ritt über den Bodensee“ von Peter Handke sowie auf Texten von Ernst Toller, Heiner Müller, Irmgard Keun, Witold Gombrowicz und selbst geschriebenen Texten.

Wir versuchen, in einer absurden und oft abstrakten Form eine Gesellschaft zu zeigen, die nicht imstande ist, miteinander zu kommunizieren: junge Menschen, die traumatisiert, verunsichert, misstrauisch und oft verloren sind, wenn sie sich gegenüberstehen. Das, was bei jeder Begegnung entsteht, ist von Missverständnissen, Konkurrenz, Machtdemonstrationen und Aggressivität geprägt. Jeder Versuch, zu vertrauen und sich auf andere zu verlassen, scheitert.

Sie leben auf dünnem Eis – zwischen Hoffnung und Absturz, zwischen Nähe und Zerstörung, immer einen Schritt entfernt vom Einbruch ins Chaos.

Es gibt einen Moment, in dem scheinbar das ersehnte harmonische Miteinander gefunden wird – so wie man sprichwörtlich „die Nadel im Heu findet“. Doch die „Nadel“ wird nach einem kurzen Moment fallen gelassen, und das Chaos bricht wieder mit voller Wucht aus.

„Einer hasst den Anderen, keiner hat Vertrauen zu sich, eine Finsternis ohne Liebe.
Der Mord ist wieder in der Welt! Die Menschen morden unter Gelächter!“

Der Schrei eines Säuglings weckt alle aus der Lähmung. Es ist eine Neugeburt, das Wahre, Unbefleckte. Alle schauen dem Säugling nach. Er ist die Hoffnung für das neue Leben, für den neuen Anfang.